Das Fernsehen in der Medienkonkurrenz
Videotauschbörsen wie YouTube und MyVideo.de propagieren „Broadcast Yourself“. Etablierte Fernsehsender sind gezwungen, noch stärker als bislang um die begrenzte Ressource Aufmerksamkeit der Mediennutzer zu konkurrieren. Programmbegleitende Untersuchungen sollen zeigen, wie die Ökonomie der Aufmerksamkeit das Angebotsspektrum des Fernsehens verändert. In den geplanten Publikationen werden grundlegende Strategien des Konkurrenzverhaltens in ihrem Einfluss auf die Dramaturgie und Ästhetik des Fernsehprogramms dargestellt. Dabei werden etablierte Programmbereiche ebenso berücksichtigt wie Innovationen, die erst seit den 90er Jahren von den Fernsehsendern angeboten werden. Die beschriebenen Strategien der Existenzsicherung lassen sich auch auf andere Medien, ihre Konkurrenzsituationen und ihre Strategien übertragen.
Publikationen
Bleicher, J. K. (2009): Das Private ist das Authentische. Referenzbezüge aktueller Reality Formate. In: H. Segeberg (Hrsg.), Referenzen - Zur Theorie und Geschichte des Realen in den Medien. Marburg, S, 111-119.
Bleicher, J. K. (2008): Neues Fernsehen, neue Programme? Formen und Funktionen von Paratexten im IPTV. In: A. Gwozdz (Hrsg.), Paratexte in den Medien. Krakau.
Bleicher, J. K. (2007): The Old in the New: Forms and Functions of Archive Material in the Presentation of Television History on Television. In: W. Nöth, N. Bishara (eds.), Self-Reference in the Media. Berlin, S.183-194.
Bleicher, J. K. (2007): Fernsehen macht gesund und schön. In: N. Neuß; M. Große-Loheide (Hrsg.), Körper Kult Medien. Inszenierungen im Alltag und in der Medienbildung. Bielefeld, S. 113-124.
Bleicher, J. K. (2006): „We Love To Entertain You“. Beobachtungen zur aktuellen Entwicklung von Fernsehformaten. Hamburg.
Bleicher, J. K. (2006): „We Love To Entertain You“. In: Beobachtungen zur aktuellen Entwicklung von Fernsehformaten. Hamburg.
Bleicher, J. K. (2006): Television as Myth: Poetics of a Narrative Epistemological System. In: W. Uricchio, S. Kinnebrock (Hrsg.), Media Cultures. Heidelberg, S. 113-124.
Bleicher, J. K. (2006): Skurrilitäten und Tabubrüche im Fernsehen. Ein Streifzug durch die Programmgeschichte. In: S. Ganguin; U. Sander (Hrsg.), Sensation, Skurrilität und Tabus in den Medien. Wiesbaden, S. 79-92.
Bleicher, J. K. (2006): Der Zuschauer als Spielleiter. Formen der Interaktivität in aktuellen Unterhaltungskonzepten des Deutschen Fernsehens. In: B. Neitzel; R. Nohr (Hrsg.), Das Spiel mit dem Medium. Partizipation – Immersion – Interaktion. Zur Teilhabe an den Medien von Kunst bis Computerspiel. Marburg, S. 80-91.
Bleicher, J. K. (2005): Die frohe Botschaft des Fernsehens. Das Medium als Religionsersatz. In: U. Wergin, K. Sauerland (Hrsg.), Literatur und Theologie. Schreibprozesse zwischen biblischer Überlieferung und geschichtlicher Erfahrung. München, S. 289-306.
Bleicher, J. K. (2005): Visitenkarten des Hauses. Fernsehtrailer, TV-Movies und die Konkurrenz der Medien. In: V. Hediger, P. Vonderau (Hrsg.), Demnächst in Ihrem Kino. Grundlagen der Filmwerbung und Filmvermarktung. Marburg, S. 366-375.
Ansprechpartner
Prof. Dr. Joan Kristin Bleicher
Institut für Germanistik II
Universität Hamburg
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg
Tel. +49 (0)40 428 38 - 23 04