Evaluation des Fernsehfonds Austria
Seit 2004 kann in Österreich die Produktion von Fernsehfilmen durch den Fernsehfonds Austria gefördert werden, soweit es sich nicht um Auftragsproduktionen, sondern um Koproduktionen oder Eigenprojekte unabhängiger Fernsehproduzenten handelt. Nach drei Jahren Laufzeit dieser Fördermöglichkeit hat die Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH, die den entsprechenden Fonds verwaltet, das Hans-Bredow-Institut mit einer Evaluation beauftragt.
Um die Wirkungen des Fernsehfonds Austria auch quantitativ zu ermitteln, wurde in einer schriftlichen Befragung der österreichischen Fernsehproduzenten u. a. erhoben, wie sich die Fernsehproduktion in den Jahren 2004-2006 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2001-2003 geändert hat.
Die Evaluation macht deutlich, dass der Fernsehfonds Austria zu einer Verlagerung von Auftrags- zu Koproduktionen geführt und damit die Rolle der Produzenten gegenüber den Fernsehveranstaltern gestärkt hat. Er hat darüber hinaus die Einwerbung von Produktionen mit ausländischen Fernsehveranstaltern gefördert und so ein Wachstum über die Nachfrage des ORF hinaus ermöglicht. Zudem hat er die Kapitalbildung bei den Produzenten dadurch gestärkt, dass Vereinbarungen über den Rechterückfall und der Verbleib von Nebenrechten bei den Produzenten verlangt werden.
Publikationen
Schröder, H.-D. (2008): Wirkungen des Fernsehfonds Austria. Ergebnisse einer Befragung der Fernsehproduzenten. Online-Publikation der RTR (pdf-Datei).
Vorträge
„Wirkungen des Fernsehfonds Austria“, Vortrag auf der Veranstaltung „Die Zukunft der Fernsehproduktion in Österreich“ am 7. Dezember 2007 in Wien.
Ansprechpartner
Dipl.-Soz. Hermann-Dieter Schröder
Hans-Bredow-Institut
Heimhuder Straße 21
20148 Hamburg
Tel. +49 (0)40 45 02 17 - 32
Fax +49 (0)40 45 02 17 - 77
Drittmittelgeber
RTR Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH