EU Kids Online

Wie nutzen Kinder und Jugendliche in Europa das Internet, welchen Risiken begegnen sie und wie gehen sie mit ihnen um? Wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern? Wie lässt sich ein sicherer, kompetenter Umgang mit den Onlinemedien fördern? Mit diesen Fragen befasst sich das Projekt EU Kids Online, das Anfang 2006 gestartet wurde das sich jetzt in der vierten Phase befindet. An dem Forschungsverbund sind über 30 europäische Länder beteiligt. Sämtliche Informationen und Berichte zum Projekt EU Kids Online finden sich auf den offiziellen Internetseiten: www.eukidsonline.net und www.eukidsonline.de.

Das Gesamtprojekt gliedert sich in verschiedene Teilprojekte (nähere Infos siehe dort):

EUKidsOnline IV (2014-2018): Im Mittelpunkt des vierten Projektabschnitts stehen die Verstetigung des Forschungsnetzwerkes sowie der bisherigen Netzwerkaktivitäten (z.B. die Erweiterung der internationalen Onlinedatenbank), die Organisation einer zweiten international vergleichenden Repräsentativbefragung sowie die Initiierung neuer Forschungsaktivitäten. Uwe Hasebrink übernimmt in diesem Projektabschnitt die Koordination des Gesamtprojekts.

EU Kids Online III (2011-2014): Im dritten Projektabschnitt wurde zum einen die Datenbank mit Studien zur Onlinenutzung von Kindern in Europa aktualisiert und erweitert, zum anderen wurden die Daten aus der europaweiten Repräsentativbefragung vertiefend ausgewertet und die Ergebnisse in Form von Kurzberichten veröffentlicht. Darüber hinaus wurden in ausgewählten Ländern qualitative Interviews zum Risikoverständnis von Kindern durchgeführt (Smahel/Wright 2014). Das Forschungsnetzwerk wurde durch Kooperationspartner aus Kroatien, Lettland, Malta, Luxemburg, Slowakei, Russland und aus der Schweiz erweitert. Uwe Hasebrink koordinierte in diesem Projektabschnitt die vertiefende Auswertung der quantitativen Daten. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden in einem interaktiven Endbericht veröffentlicht.

EU Kids Online II (2009-2011): Im Mittelpunkt des zweiten Projektabschnitts stand die Durchführung einer international vergleichenden Repräsentativbefragung von jeweils 1.000 Kindern zwischen neun und 16 Jahren sowie einem Elternteil in 25 Ländern zu ihrer Online-Nutzung. Diese gibt Aufschluss über die mit der Online-Nutzung verbundenen Chancen und Risiken und erlaubt die Prüfung von Hypothesen, die sich im Zuge des ersten Projektabschnitts ergeben haben, aber sich auf der bisherigen Datenbasis nicht untersuchen ließen. Uwe Hasebrink koordinierte in diesem Projekt die Datenanalyse. Erste Ergebnisse Befragung wurden auf dem Safer Internet Forums in Luxemburg sowie im Rahmen der Tagung „Aufwachsen in digitaler Gesellschaft: Internet und Werteorientierung im Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Europa“ (Veranstaltung der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz und des Hans-Bredow-Instituts) am 7. Dezember 2010 in Berlin vorgestellt.

EU Kids Online I (2006-2009): Im ersten Projektabschnitt stand zum einen eine Bestandsaufnahme europaweit verfügbarer Daten zur Onlinenutzung von Kindern im Vordergrund. Zum anderen wurden methodische Fragen und Herausforderungen im Kontext national vergleichender Forschung erörtert. Auf dieser Basis wurden Handlungsempfehlungen für künftige Forschungsprojekte sowie für einen sicheren Umgang mit dem Internet und anderen Online-Diensten formuliert.

Publikationen

  • Hasebrink, Uwe; Lobe, B. (2013): The Cultural Context of Risk. On the Role of Intercultural Differences for Safer Internet Issues. In: B. O'Neill, E. Staksrud, S. McLaughlin (eds.), Towards a Better Internet for Children? Policy Pillars, Players and Paradoxes. Göteborg: Nordicom, S. 283-299.

  • Helsper, E. J.; Kalmus, V.; Hasebrink, U.; Sagvari, B.; de Haan, J. (2013): Country Classification: Opportunities, Risks, Harm and Parental Mediation. London School of Economics and Political Science: EU Kids Online.

  • Lampert, C.; Donoso, V. (2012): Bullying. In: S. Livingstone, L. Haddon, A. Goerzig, A. (Hrsg.), Children, Risk and Safety Online: Research and Policy Challenges in Comparative Perspective. Bristol: Policy Press, S. 141-150.

  • Hasebrink, U.; Lampert, C. (2012): Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen im europäischen Vergleich. Ergebnisse der 25-Länder-Studie "EU Kids Online". In: Media Perspektiven 12/2012, S. 635-647(pdf-Datei).

  • Livingstone, S.; Haddon, L. (Eds.) (2009): Kids Online. Opportunities and Risks for Children. Bristol: The Policy Press.

Veranstaltungen

  • "EU Kids Online Network Meeting", Workshop des gleichnamigen Forschungsverbundes am 21. und 22. Januar 2016 in Hamburg.

  • "Die Onlinenutzung von Kindern in Europa und Herausforderungen für die Eltern", Veranstaltung des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung und des Research Center for Media and Communication (RCMC) am 20. Januar 2016 in Hamburg.

  • "Children and mobile media", Workshop von C. Lampert im Rahmen der Social Media Week am 23. März 2015 in Hamburg.

  • "Eltern - Kinder - Medien. Zur Rolle der Medien in der Familie", Fachtagung des Hans-Bredow-Instituts und des Research Center for Media and Communication (RCMC) am 27. März 2012 an der Universität Hamburg.

  • "Aufwachsen in digitaler Gesellschaft: Internet und Werteorientierung im Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen in Deutschland", gemeinsame Veranstaltung des Hans-Bredow-Instituts mit der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz und saferinternet.de zur Präsentation der Ergebnisse des Projektes EU Kids Online II mit Vorträgen von C. Lampert und U. Hasebrink am 7. Dezember 2010 in der britischen Botschaft in Berlin.

Vorträge

  • „Medienkompetenz und Medieninkompetenz“, Vortrag von U. Hasebrink im Rahmen der Öffentlichen Ringvorlesung „Wie geht es unseren Kindern und Familien? Antworten der Wissenschaften!“ der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg am 3. Juni 2014 in Hamburg.

  • „Challenges of Longitudinal Research: Lessons Learnt“, Vortrag von U. Hasebrink beim EU Kids Online-Workshop am 15. Januar 2014 in Reykjavik.

  • "Risiko, Rischio, Ryzyko – Onlinerisiken aus der Perspektive europäischer Kinder. Ergebnisse aus dem Projekt EU Kids Online", Vortrag von U. Hasebrink und C. Lampert im Rahmen der Veranstaltung "Kinder im Netz. Aktuelle Befunde und Handlungsansätze" am 25. Juni 2013 in Hamburg.

  • „Medien, Kommunikation und Informationstechnologie im Familienalltag“, Vortrag von U. Hasebrink beim 4. Europäischen Fachkongress Familienforschung am 7. Juni 2013 in Bamberg.

  • "Kompetent oder verloren im Netz? Wie nutzen Kinder und Jugendliche Angebote im Internet? Vortrag von C. Lampert im Rahmen des CCKids-Fachforums "Wissenschaft und Praxis im Dialog" zum Thema "Verloren im Netz? Medienkompetenzförderung bei Kindern und Jugendlichen" am 16. April 2013 in Hamburg.

  • "Kompetent und verloren im Netz - wie nutzen Kinder und Jugendliche die Angebote im Internet?" Vortrag von C. Lampert im Rahmen der Fachtagung "Verloren im Netz! Virtuelle Welten - Fluch oder Segen?!" am 27. September 2011 in Siegen.

  • „Onlinenutzung und Onlinerisiken von Kindern und Jugendlichen in Europa. Ergebnisse des Projekts EU Kids Online II“, Vortrag von U. Hasebrink bei der Gremienversammlung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) am 6. April 2011 in Hannover.

Ansprechpartner

Dr. Claudia Lampert

Hans-Bredow-Institut

Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. +49 (0)40 45 02 17 - 92
Fax +40 (0)40 45 02 17 - 77

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