Das deutsche Jugendschutzsystem im Bereich der Video- und Computerspiele

Aufgrund der aktuellen Relevanz der Thematik Bildschirmspiele hatte das Hans-Bredow-Institut im Zuge seiner Evaluation des deutschen Jugendmedienschutzsystems (JMStV und JuSchG) die für den Bereich Bildschirmspiele vorgesehenen Analyseschritte zeitlich vorgezogen und den Untersuchungs­umfang erweitert. Der entsprechende Bericht wurde bereits Ende Juni 2007 vorgelegt.

Die Untersuchung erfolgte in vier Schritten: (1) Analyse der Rahmenbedingungen für den Jugendschutz im Bereich der Video- und Computerspiele, (2) Funktions- und Vollzugsanalyse, (3) Darstellung der verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen und (4) Defizitanalyse, Analyse von Reformvorschlägen und Entwicklung von Handlungsoptionen zur Optimierung des Jugendschutzes bei Video- und Computerspielen.

Auf Grundlage der Ergebnisse wurden die ermittelten Defizite im Jugendschutz bei Video- und Computerspielen und deren mögliche Ursachen zusammengetragen.

Im Anschluss daran wurden Handlungsoptionen entwickelt, die im Falle festgestellter gesetzlicher, umsetzungsbezogener oder faktischer Defizite bei der Erreichung eines effektiven Jugendschutzes in Erwägung gezogen werden können.

Publikationen

  • Brunn, I.; Dreyer, S. (2008): Jugendschutz für Spiele – ein Spiel für den Jugendschutz? Was die Novellierung des Jugendmedienschutzes dem Bereich der Video- und Computerspiele gebracht hat. In: O. Zimmermann, T. Geißler (Hrsg.), Streitfall Computerspiele: Computerspiele zwischen kultureller Bildung, Kunstfreiheit und Jugendschutz. 2. Aufl. Berlin, S. 70-73.

  • Brunn, I.; Dreier, H.; Dreyer, S.; Hasebrink, U.; Held, T.; Lampert, C.; Schulz, W. (2007): Das deutsche Jugendschutzsystem im Bereich der Video- und Computerspiele. Hamburg (pdf-Datei).

  • Schulz, W.; Dreyer, S. (2007): Möglichkeiten und Grenzen gesetzlicher Jugendschutzvorgaben. Über das Verhältnis von Recht und Realität im Jugendmedienschutz. Artikel im Dossier "Verbotene Spiele?" der Bundeszentrale für politische Bildung (abrufbar).

  • Brunn, I.; Dreyer, S. (2007): Jugendschutz für Spiele – ein Spiel für den Jugendschutz? Was die Novellierung des Jugendmedienschutzes dem Bereich der Video- und Computerspiele gebracht hat. In: politik und kultur – Zeitung des Deutschen Kulturrates 1/2008, S. 37-38.

  • Schulz, W.; Dreyer, S. (2007): Verfassungsrecht und Jugendmedienschutz. Staatlicher Schutzauftrag und entgegenstehende Grundrechte. Artikel im Dossier „Verbotene Spiele?“ der Bundeszentrale für politische Bildung (abrufbar).

Veranstaltungen

  • "More Fun, More Risk? Video- und Computerspiele als Herausforderung für den Jugendschutz", Interdisziplinäre internationale Fachkonferenz in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie den Landesjugendministerien der Länder am 16./17. Oktober 2008 in Berlin. (mehr Informationen)

  • „Jugendschutzgesetz – Verbesserung des gesetzlichen Vollzugs“, Runder Tisch auf Einladung der Bundesfamilienministerin am 28. November 2007 in Berlin.

  • „Analyse des Jugendmedienschutzes – Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag“, Akteurs-Workshop am 1. und 2. Februar 2007 in Hamburg.

Vorträge

  • "Jugendmedienschutz zwischen Recht und Nationalgesellschaften: Über die Fülle der kulturellen Hintergründe und regulatorischen Entwicklungspfade in den EU-Staaten", Vortrag von S. Dreyer im Rahmen der Veranstaltung "Jugendmedienschutz bei Onlinespielen: Zwischen kultureller Vielfalt und nationalen Besonderheiten" auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland am 4. Mai 2010.

  • "Jugendmedienschutz bei Onlinespielen: Zwischen kultureller Vielfalt und nationalen Besonderheiten", Panelteilnahme von S. Dreyer im Rahmen des Medientreffpunkts Mitteldeutschland am 4. Mai 2010 in Leipzig.