Arbeitsweise / Forschungs- und Transferzentren
Forschungs- und Transferzentren
Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland
Arbeitsweise
Die Forschung des Instituts erfolgt unabhängig, interdisziplinär, flexibel und kooperationsorientiert, der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis, Politik und Öffentlichkeit ist dabei von großer Bedeutung. Es haben sich unterschiedliche Typen von Aktivitäten herausgebildet, um die Ziele des Instituts zu realisieren.
Dazu gehören zunächst wissenschaftliche Leitprojekte. Sie fördern theoretische Erkenntnisse zutage oder gehen mit Methodenentwicklungen einher, die dann in Folgeprojekten angewandt und weiterentwickelt werden. Beispiele sind auf kommunikationswissenschaftlicher Seite die Entwicklung der Konzepte der Kommunikationsmodi und der Medienrepertoires, auf rechtswissenschaftlicher das Projekt zur Ko-Regulierung.
Darauf aufbauend analysieren Einzelprojekte aktuelle Medienentwicklungen und tragen so zum Erkenntnisgewinn innerhalb der Forschungsprogramme bei. Für die Arbeitsweise des Instituts war und ist charakteristisch, dass diese Projekte – in unterschiedlichem Umfang – Praxisbezug besitzen und es insofern keine Kaskade von Grundlagen- zu Anwendungsforschung und schließlich zum Wissenstransfer in die Breite gibt. Oftmals stoßen Probleme der Praxis Forschung an, die dann zu Fragestellungen grundsätzlicherer Art führen, um schließlich wieder zu auch praktisch relevanten Erkenntnissen und Handlungsoptionen kommen zu können.
Andere Arbeitsformen sind gezielt darauf angelegt, Expertise zu vermitteln, etwa durch Monitoring, Coaching oder problembezogene Synopsen des wissenschaftlichen Kenntnisstandes. Gerade wo dies periodisch wiederkehrend geschieht, schafft das Institut für Andere, aber auch für sich selbst eine Informationsbasis.
Ungeachtet aller technischen Möglichkeiten des Austausches nimmt die Bedeutung von Veranstaltungen (von kleinen internen Workshops bis hin zu internationalen Konferenzen) zur Erkenntnisgewinnung, aber auch zum Wissenstransfer für das Institut eher zu. Dies ist angesichts der Größe des Instituts aufwändig (es gibt kein Veranstaltungsmanagement), zumal das Institut auch hier auf Kooperation setzt, was der Veranstaltungsqualität zugutekommt, zuweilen aber den Organisationsaufwand erhöht.
Forschungs- und Transferzentren (FTZ)
Eine besondere Arbeitsform stellen die Forschungs- und Transferzentren (FTZ) am Institut dar. Sie wird insbesondere dann gewählt, wenn neue Zielgruppen erschlossen werden sollen und für diese eine erkennbare Substruktur sinnvoll ist; derzeit ist dies in zwei Feldern der Fall:
FTZ Digitale Spiele und Onlinewelten
Digitale Spiele und Onlinewelten besitzen in vielfacher Hinsicht gesellschaftliche Relevanz. Sie bieten Gelegenheit, sich spielerisch mit anderen Menschen zu messen, mit ihnen zu interagieren und zu kommunizieren. Indem sie mehr und mehr den Alltag durchdringen, nehmen sie auf unsere Realitätswahrnehmung Einfluss.
Mit seinem auf diese Entwicklung bezogenen Forschungs- und Transferzentrum erforscht das Institut die Nutzung, den Umgang und die Funktionen digitaler Spiele und Onlinewelten sowie deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Durch Veranstaltungen, Vorlesungen, Expertisen und speziell dafür erstellte Papiere möchte das Institut den Transfer von Forschungsergebnissen in Politik, Behörden, Unternehmen und Non-Profit-Organisationen sicherstellen.
Bearbeiter: Sebastian Deterding, Stephan Dreyer, Stefan Heilmann, Thorsten Ihler, Kwangnam Ko, Dr. Claudia Lampert, Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Hermann-Dieter Schröder, Felix Schröter
FTZ Medien und Gesundheitskommunikation
„Medien und Gesundheitskommunikation“ bilden ein weiteres Themenfeld, zu dem das Institut ein Forschungs- und Transferzentrum entwickelt hat. Gesundheit und Krankheit sind grundlegende Bestandteile des Lebens. Nicht zuletzt aufgrund zurückgehender Versorgungsleistungen ist jeder Einzelne verstärkt gefordert, sich um das eigene gesundheitliche Wohl zu kümmern und Krankheiten zu vermeiden. Voraussetzung sind entsprechende Informationen über gesundheitsfördernde Verhaltensweisen. Den Medien kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Zum einen sind Krankheiten und Gesundheitsthemen in allen Medien, Sparten und Genres präsent, zum anderen erweitert sich zusehends das Spektrum an Medienangeboten, die sich gezielt mit Gesundheitsförderung oder Prävention befassen.
Bearbeiterinnen: Dr. Claudia Lampert, Jenny Voth
Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland
Mit der Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland, einem Kooperationsprojekt mit der Universität Hamburg, NDR und WDR, setzt das Institut seit mehreren Jahren auch Akzente in der historischen Forschung zu Medienentwicklungen.