Forschungsstelle Mediengeschichte

Über die Forschungsstelle

Die Forschungsstelle Mediengeschichte ist ein Kooperationsprojekt des Hans-Bredow-Instituts mit der Universität Hamburg (Department Sprache Literatur Medien I) und dem NDR.

Ihr Ziel ist es, medienhistorische Prozesse zu untersuchen. Hierzu führt sie wissenschaftliche Forschungsprojekte durch.

Darüber hinaus fördert sie in Kooperation mit den Rundfunkanbietern den engen Austausch zwischen medienhistorischer Forschung und Rundfunkpraxis und stärkt in Kooperation mit der Universität Hamburg und anderen Forschungseinrichtungen die kommunikations- und medienwissenschaftlichen Forschungs- und Lehraktivitäten.

Aktuelles

Kostenfrei zu bestellen: CD "Flucht und Vertreibung im Rundfunk"

Ist die Lage von Flüchtlingen in Deutschland heute wirklich neu? Oder gibt es nicht zeit- und länderübergreifende Ähnlichkeiten? Wo liegen Spezifika, wo Parallelen von Flucht- und Integrationsprozessen in Geschichte und Gegenwart? Antworten auf diese Fragen und Anregungen zu Diskussionen bietet die neue CD zum Thema „Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“, die die Forschungsstelle Mediengeschichte konzipiert hat und die das Hans-Bredow-Institut mit Unterstützung der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv und der Historischen Kommission der ARD herausgibt.

Weitere Informationen zur CD finden sich auf der Homepage des Hans-Bredow-Instituts

Die CD kann im Institut abgeholt oder durch Zusendung eines frankierten Rückumschlags (DinA5, frankiert mit EUR 1,45 für 1 Exemplar) bestellt werden: Hans-Bredow-Institut, Rothenbaumchaussee 36, 20148 Hamburg. Bei Bestellung mehrerer Exemplare wenden Sie sich bitte zur Klärung der Höhe der Frankierung des Rückumschlags an oder 040 45 02 17 11


Media and Migration in the Baltic Sea Region (MeMiBaS)

Die Landesforschungsförderung Hamburg unterstützt bis 30. Mai 2018 „Media and Migration in the Baltic Sea Region“ (MeMiBaS). Ziel dieses Netzwerk-Projekts, das an der Forschungsstelle Mediengeschichte angesiedelt ist, ist es, bestehende Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen auf den Gebieten der Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie der Medien- und Zeitgeschichte an den Universität Lund, Aarhus und Jyväskylä systematisch zu einem Netzwerk von Partner-Institutionen im Ostseeraum auszubauen.

 

 

 


Transnational Media Histories Workshop in Sydney

From 9-10 February 2017, the first Transnational Media Histories workshop took place at Macquarie University in Sydney, Australia. Dr. Hans-Ulrich Wagner successfully held his keynote on “Media, Memory and Migration: How to explore an emerging field of Transnational Media Histories”. The workshop is part of the larger cooperative project that involves the Research Centre Media History in Hamburg and the Centre for Media History at Macquarie University. It aims to establish close collaboration between Hamburg and Sydney in research and teaching in media history. It will facilitate frequent exchanges of senior and junior researchers, including postgraduates, to discuss and explore “transnational media histories”. Thus, this project is also linked to the work on “entangled media histories”, drawing upon and contributing to histoire croisée, connected history, and Verflechtungsgeschichte in the field of media and communication studies. By doing so, the new German-Australian network will extend the research on media history beyond national boundaries and enable transnational research from a globally “entangled” perspective. For further information...



Mehr als ein Vergnügen: Gemeinsame Tagung mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH)

Hereinspaziert! – hieß es vom 9.-11.2.2017 auf einer Tagung, die die Forschungsstelle Mediengeschichte mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) veranstaltete. Thema war das Spannungsverhältnis zwischen einer Geschichte des Vergnügens und einer sozialen Geschichte der Stadt für den Zeitraum von 1890 bis 1960. Konnten städtische Vergnügungsorte soziale Regeln zeitweise außer Kraft setzen? Wie wirkten sich politische Unterschiede auf das Verhältnis zwischen vergnüglichen und sozialen Fragen aus? Wie verhielten sich Vergnügungen zu sozialen Krisen und Prosperitätserfahrungen? Welche Freiräume und Schranken schufen Kriegs- und Friedenszeiten? Diesen und weiteren Fragen gingen die rund 60 Teilnehmer der Tagung in engagierten Diskussionen nach. Als Referenten zu Gast waren u.a. Kaspar Maase, Lisa Kosok, Daniel Morat und Julia Sneeringer. Die Tagung wurde gefördert von der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Lesen Sie hier das Programm sowie Medienberichte des Hamburger Abendblatts und des Deutschlandfunks.


Flucht und Vertreibung: CD-Veröffentlichung zum BKM-Projekt „Ankunft im Radio“ im Erscheinen

Ist die Lage von Flüchtlingen in Deutschland heute wirklich neu? Oder gibt es nicht zeit- und länderübergreifende Ähnlichkeiten? Wo liegen Spezifika, wo Parallelen von Flucht- und Integrationsprozessen in Geschichte und Gegenwart? Um Antworten auf diese Fragen zu liefern und Diskussionen anzuregen, gibt das Hans-Bredow-Institut mit Unterstützung des Deutschen Rundfunkarchivs und der Historischen Kommission der ARD eine CD zum Thema „Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“ heraus. Die Forschungsstelle Mediengeschichte verantwortete das wissenschaftliche Transferprojekt. Bearbeiterin Alina Laura Tiews erläutert im neuen BredowCast Inhalte und Ziele der CD, die im März 2017 erscheinen wird.


Call for Papers: Historische Authentizität und Medien

Gemeinsame Tagung des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und des Hans-Bredow-Instituts. „Medien“ und „Authentizität“ sind Begriffe, die in einer Spannung zueinander stehen. Denn ein Medium ist stets etwas Vermittelndes, eine Zwischeninstanz, während „Authentizität“ als Idealtypus gerade auf das Ursprüngliche, Unvermittelte zielt. Der geplante Workshop möchte Beiträge zusammenführen, die sich empirisch oder theoretisch mit dem Verhältnis von Medien und Authentizität beschäftigen und dabei eine historische Perspektive einnehmen. Willkommen sind dabei Beiträge aus historischer, medien- und kommunikationswissenschaftlicher, museologischer sowie sprach- und kulturwissenschaftlicher Sicht. Zeit: 13.-14.07.2017, Ort: Potsdam. Einreichungen bis 25.03.2017 möglich. Lesen Sie mehr… 


Neuerscheinung: „Neue Vielfalt: Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive“

Die Forschungsstelle Mediengeschichte hat zusammen mit der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK eine neue Buchpublikation realisiert. Der Band ist im Herbert von Halem Verlag in der Reihe „Öffentlichkeit und Geschichte“ erschienen und versammelt Beiträge von u.a. Jürgen Wilke, Susanne Vollberg und Patrick Merziger. Ausgehend von der Einführung des dualen Rundfunksystems in Deutschland vor gut 30 Jahren betrachtet der Band Medienpluralität und -konkurrenz aus historischer Perspektive. Neben einer geschichtlichen Systematisierung werden zuerst Vorstufen von Medienpluralität und -konkurrenz etwa im Kaiserreich, im Radio der 1950er- und 1960er-Jahre und im DDR-Fernsehen analysiert. Anschließend stehen die handelnden Akteure jener Epoche im Mittelpunkt, in der private Rundfunksender in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen wurden. Schließlich werden die Auswirkungen auf andere Mediengattungen und auf die Mediennutzer ausführlich diskutiert. Zur Buchvorstellung des Herbert von Halem Verlags.


„Erinnerung an Zwangsmigrationen nach 1945“: Deutsch-finnische Konferenz erfolgreich durchgeführt

Gemeinsam mit Philipp Seuferling von der Universität Lund und der Academia Baltica veranstaltete die Forschungsstelle Mediengeschichte vom 16. bis 18. September 2016 eine internationale Tagung zum Thema „‚Verlorener Osten?‘ Erinnerungen an Zwangsmigrationen in Finnland und Deutschland nach 1945“ am Akademiezentrum Sankelmark. Sowohl Deutschland als auch Finnland machten ihre ganz eigenen und doch überraschend ähnlichen Erfahrungen mit Zwangsmigration aus abgetretenen Gebieten während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Beide Fälle von Zwangsmigration mündeten in einer anhaltenden und diversen Erinnerungskultur. Die Tagung lotete aus, inwiefern die finnischen und deutsch-deutschen Erinnerungsdiskurse vergleichbar sind oder sogar miteinander verflochten. Gefördert vom Bundesministerium des Innern, vom Finnlandinstitut in Deutschland und vom Institute of Migration Finland. Lesen Sie hier das Programm. 


Prof. Dr. Inge Marszolek ist gestorben

Wir trauern um unsere hoch geschätzte Kollegin Prof. Dr. Inge Marszolek, die am Freitag, den 12.08.2016, nach kurzer Krankheit verstorben ist.

Mit Inge Marszolek verlieren wir eine vielseitig engagierte Kollegin und Wissenschaftlerin. Mit der äußerst versierten Medienhistorikerin verbanden uns eine intensive Zusammenarbeit und weit reichende Projektpläne. Seit mehreren Jahren war Prof. Dr. Inge Marszolek der Forschungsstelle Mediengeschichte als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats verbunden und begleitete unsere Arbeit hilfreich mit Rat und Tat. Gemeinsam forschten wir zu "Kommunikativen Figurationen raumbezogener kollektiver Identitätskonstruktionen in den Medienstädten Hamburg und Leipzig" und versuchten, die Forschungsarbeit zu diesem Thema für eine lange Zeitspanne der analogen Medien im 20. Jahrhundert zu befördern. Mitten in diese enge Zusammenarbeit fiel die plötzliche Nachricht ihres Todes. Inge Marszolek hinterlässt eine große Lücke, wir vermissen sie sehr.  


Privater Rundfunk in Hamburg

Am 1. Januar 1986 trat das Hamburgische Mediengesetz in Kraft, im ersten Halbjahr 1986 nahm die Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM) die Arbeit auf. Damit führte die Freie und Hansestadt Hamburg das ‚duale Rundfunksystem‘ ein und ermöglichte neben dem bestehenden öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Zulassung privater Programmveranstalter. Dr. Helmut Haeckel, der erste Direktor der HAM, berichtet als „Zeitzeuge der Hamburger Mediengeschichte“ über die medienpolitischen Debatten der 1970er und 1980er Jahren und die Lizenzvergabe der HAM an die ersten privaten Hörfunk- und Fernsehanbieter in Hamburg. Das Interview mit Dr. Helmut Haeckel steht im Zentrum des neunten „Nordwestdeutschen Heftes zur Rundfunkgeschichte“. Sehen Sie dazu auch das Interview, das Hans-Ulrich Wagner mit Helmut Haeckel zum Auftakt der Jahrestagung der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK im Januar 2015 führte. Dank einer Förderung der Rudolf-Augstein-Stiftung war es möglich, das Gespräch im Rahmen des „Lecture2Go“-Programms der Universität Hamburg einer breiten Öffentlichkeit online zugänglich zu machen.


Neues Projekt: Flucht und Vertreibung im Radio

Von August 2015 bis Dezember 2017 bearbeitet die Forschungsstelle Mediengeschichte das Forschungsprojekt „Ankunft im Radio. Flucht und Vertreibung in west- und ostdeutschen Hörfunkprogrammen 1945-1961“. Das Projekt wird im Rahmen des „Akademischen Förderprogramms“ von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Projektbearbeiterin ist Alina Laura Tiews. Das Forschungsprojekt hat das Ziel, eine ereignisgeschichtliche Studie zu den Folgen von Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem östlichen Europa in der deutsch-deutschen Nachkriegszeit nach 1945 vorzulegen, indem es einen hierbei bislang unerforschten Akteur in den Mittelpunkt rückt: den Hörfunk. Lesen Sie mehr...

   © Albrecht Baehr/Historisches Archiv SWR

EMHIS: Verflochtene Mediengeschichte im BredowCast

Im neuen BredowCast stellen Hans-Ulrich Wagner und Alina Laura Tiews das Forschernetzwerk EMHIS vor. EMHIS steht für „Entangled Media Histories“. Hinter dem Namen steht eine Forschergruppe der Universitäten in Lund, Schweden, und Bournemouth, UK, sowie des Hans-Bredow-Instituts. Zweimal jährlich kommen EMHIS-Forscherinnen und -Forscher zusammen und diskutieren Verflechtungen einer europäischen Mediengeschichte. Im BredowCast ist zu hören, warum solche verflechtungshistorischen Perspektiven für medienhistorische Arbeiten Sinn machen und wie konkrete Studien aussehen können.


Neuer BredowCast: Alina Tiews und Hans-Ulrich Wagner berichten über medienhistorische Forschung zu „Flucht und Vertreibung“

Die öffentliche Kommunikation über Vergangenheit ist ein zentraler Bestandteil aller aktuell geführten Selbstverständigungsprozesse von Gesellschaften. Massenmedien werden selbst zu Akteuren von solchen vergangenheitspolitischen Aushandlungsprozessen und prägen Geschichtswissen, -bilder und -vorstellungen entscheidend mit. Über diese „Beziehungen“ von Medien und Gesellschaft sprechen anhand des Themas „Flucht und Vertreibung“ Alina Laura Tiews und Hans-Ulrich Wagner von der Forschungsstelle Mediengeschichte im neuen BredowCast. Hören Sie mehr


vorgestellt & kommentiert: Eine neue Hamburger Mediengeschichte?

Die Ende 2014 erschienene „Medien- und Kulturgeschichte der Metropolregion“ Hamburg präsentiert sich als sehr popularisierendes Sachbuch. In acht Parforceritten erzählt Thomas E. Fischer viel von „glanzvollen Momenten“ und „prägenden Persönlichkeiten“ – übrigens ganz unhanseatisch, nämlich mit einem deutlichen Hang zu Superlativen für die Hansestadt. Für erläuternde Kontexte, für kritische Distanz zum Untersuchungsgegenstand oder gar für wissenschaftliche Reflexion bleibt da wenig Platz. Lesen Sie weiter...

 

 

 

 


Wegweiser zu rundfunkhistorischen Quellen und Dokumenten

Sie sind Wissenschaftler/in und wollen zur Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland forschen?

In verschiedenen Archiven findet sich hierzu eine Vielzahl von Quellen und Dokumenten. Einen Überblick darüber gibt Ihnen der „Wegweiser zu Quellen und Dokumenten der Rundfunkgeschichte in Norddeutschland“.