Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks In Norddeutschland

Über die Forschungsstelle

Die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland (FGRN) ist ein Kooperationsprojekt des Hans-Bredow-Instituts mit der Universität Hamburg (Department Sprache Literatur Medien I) und dem NDR.

Ziel der Forschungsstelle ist es, medienhistorische Prozesse wissenschaftlich aufzuarbeiten, in Kooperation mit den Rundfunkanbietern den engen Austausch zwischen rundfunkhistorischer Forschung und Rundfunkpraxis zu fördern sowie in Kooperation mit der Universität Hamburg und anderen Forschungseinrichtungen die medienwissenschaftliche Forschungs- und Lehraktivitäten zu stärken.

Aktuelles

Fernsehpioniere auf dem Heiligengeistfeld - Vor 60 Jahren startete in Hamburg der regelmäßige Fernsehprogrammbetrieb

Der Weg von den ersten gelegentlichen Fernseherlebnissen bis zum Siegeszug des Mediums Fernsehen innerhalb der 1950er Jahre war rasant. Aus den bescheidenen Anfängen des „Zauberspiegels“ wurde sehr schnell das Leitmedium Fernsehen. Eine kleine Mannschaft von Fernsehpionieren legte in Hamburg die Grundlage hierzu. Von 1950 bis 1952 experimentierten Techniker und Programmmacher in den beiden Hochbunkern auf dem Hamburger Heiligengeistfeld. Am Ersten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1952 war es dann soweit: Der Intendant des NWDR-Fernsehen, Werner Pleister, und der Technische Direktor des NWDR, Werner Nestel, eröffneten um 20 Uhr den regelmäßigen Fernsehprogrammbetrieb – seit 60 Jahren also gilt das Versprechen, dem Publikum täglich ein neues und interessantes Fernsehprogramm zu bieten. Lesen Sie mehr.


Neuerscheinung „Das literarische Feld in Hamburg 1933-1945“

Unter dem Titel „Das literarische Feld in Hamburg 1933-1945“ widmen sich 14 Medien-, Theater-, Literaturwissenschaftler und Historiker den Handlungen und den Handlungsspielräumen im gleichgeschalteten Kulturleben der Metropole Hamburg im „Dritten Reich“. Sie geben Einblick in Forschungsprojekte, bieten Überblicksdarstellungen und Detailstudien zum literarischen Feld in Hamburg. So untersucht der von Dirk Hempel und Hans-Ulrich Wagner herausgegebene Band die Arbeit von Einrichtungen wie dem Theater, dem Rundfunk, dem Kino, dem Buchhandel und dem Verlagswesen, dem jüdische Kulturbund, der Universität, der Staatsbibliothek und den niederdeutschen Literaturvereinen in der Hansestadt. (Inhaltsverzeichnis als pdf-Datei) (Einleitung der Herausgeber als pdf-Datei).


Projekt: Medialer Aufbruch. Das andere Fernsehen und das andere Kino in Hamburg in den 1960er Jahren

Innerhalb des laufenden Forschungsprojekts „Medienvermittelte öffentliche Kommunikation“ startete 2012 ein groß angelegtes Arbeits- und Vermittlungsprojekt zum „medialen Aufbruch“ in Hamburg in den 1960er Jahren. Innerhalb der deutschen Medienlandschaft fanden von Ende der 1950er bis in die zweite Hälfte der 1960er Jahre umfassende Wandlungsprozesse statt. Insbesondere in der Medienmetropole Hamburg entstanden vor dem Hintergrund der sich anbahnenden politischen Veränderungen neue künstlerisch-politische Formen im Fernseh- und Filmschaffen. Das Projekt befasst sich mit den Umbrüchen und Veränderungen in der Hamburger Film- und Fernsehentwicklung. Es untersucht, warum ausgerechnet in Hamburg ein derartiges Experimentierfeld entstehen konnte. Weitere Informationen finden Sie hier.


Neues Projekt: Biografien Hamburger Medienmacher

Die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland recherchiert aktuell für ein neues Forschungsprojekt die Biografien bedeutender Hamburger Medienmacher. Dokumentiert und veröffentlicht werden diese im Online-Lexikon „Hamburger Persönlichkeiten“, das die Gesellschaft Harmonie von 1789 und das Museum für Hamburgische Geschichte 2009 ins Leben gerufen haben und pflegen. Den Bereich „Medien“ innerhalb des Personenlexikons haben die Schirmherren der Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland anvertraut. Die Mitarbeiter der Forschungsstelle ergänzen das wachsende Online-Lexikon seit April 2012 um Kurzbiografien bedeutender Hamburger von Rudolf Augstein über Egon Monk bis Peter von Zahn.


Neues Projekt: Analyse von Broadcast Sound Design in den 60er Jahren

"Sounds like… Geschichte der Radio-Ästhetik", heißt ein neues Projekt der Forschungsstelle, das sich mit Broadcast Sound Design in einer historischen Epoche befasst. Radiosender haben einen „Sound“, sie treten mit einem bestimmten ästhetischen Erscheinungsbild auf, das wiederum von ihrem Publikum entsprechend wahrgenommen wird. In der Konkurrenz im sog. „dualen System“ der bundesrepublikanischen Radiolandschaft spielen die Fragen der Anmutungen und der Erkennbarkeit eine entscheidende Rolle. Doch auch wenn es diesen Kampf der Anbieter in zurückliegenden Perioden der Radiogeschichte noch nicht gab, so bemühten sich schon früh die Programm-Macher, ihr Publikum zu erreichen – nicht nur durch ihren Inhalt, sondern auch durch ihre sonische Performanz. ...mehr


Aufklärung statt Bewältigung

Audio-CD zur Berichterstattung von Axel Eggebrecht über den ersten Auschwitz-Prozess erschienen

Am 14. Juli 2011 erscheint eine Audio-CD mit Original-Tondokumenten aus den beiden Sendereihen, mit denen Axel Eggebrecht in den Jahren 1963-1965 für den NDR vom ersten Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main berichtete. Die in einem Kooperationsprojekt der Forschungsstelle mit der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv entstandene CD trägt den Titel Aufklärung statt Bewältigung. Sie enthält Ausschnitte mit einer Gesamtlänge von über 68 Minuten. In einem umfangreichen Booklet stellen Florian Bayer und Hans-Ulrich Wagner die besondere Bedeutung dieses Audiomaterials vor. Ihr mit zahlreichen Abbildungen ausgestatteter Essay gibt darüber hinaus Informationen zu den zeit- und mediengeschichtlichen Hintergründen. mehr (pdf)


Hilfsmittel zur NDR-Geschichte online: NDR-Bibliografie 1956-1980

Als ein Hilfsmittel für die wissenschaftliche Beschäftigung mit der NDR-Geschichte versteht sich die NDR-Bibliografie 1956-1980. Sie verzeichnet Quellenschriften und wissenschaftliche Literatur, die zur Geschichte des Norddeutschen Rundfunks erschienen sind und in den öffentlichen Bibliotheken ausgewertet werden können. Es handelt sich um eine Auswahlbibliografie, die regelmäßig aktualisiert grundlegende Publikationen für die Beschäftigung mit der Organisations- und Programmgeschichte des Norddeutschen Rundfunks von seiner Gründung bis zur Kündigung des Staatsvertrags erfasst. mehr


"Neues aus Waldhagen"

Am 11. November 1955 startete die Hamburger Schulfunkreihe "Neues aus Waldhagen". Die zwischen 1955 und 1985 ausgestrahlte Sendung ist eine der bekanntesten Programm-Marken in der Geschichte des NDR und gilt inzwischen als Radio-Kult. In über 300 Folgen spielten sich die Bewohner des Modelldorfes in die Herzen und in das Gedächtnis des Publikums. Was ist  das Erfolgsrezept dieser Schulfunk-Hörfolgen? Lesen Sie dazu mehr in einem Beitrag für die Reihe „NDR-Geschichte(n)“.




Deutsch-deutsches Kochduell

Nordwestdeutsches Heft zur Rundfunkgeschichte zeigt, wie die ersten Fernsehköche in West- und Ostdeutschland ihr Publikum eroberten

Kochshows im Fernsehen boomen! Auf nahezu allen Sendern wird gebraten, gebacken und geschmort. Im Zuge dieser aktuellen Trends verdienen die Anfänge der deutschen Kochsendungen Aufmerksamkeit. Von 1953 an brutzelte Clemens Wilmenrod in seiner Sendung „Bitte in zehn Minuten zu Tisch“ allerlei fragwürdige Gerichte zusammen. Dass es nur kurze Zeit später auch einen Fernsehkoch in der DDR gab, ist vielen unbekannt. Kurt Drummer präsentierte ab 1958 im Deutschen Fernsehfunk (DFF) seine Kreationen. „Der Fernsehkoch empfiehlt“ hieß seine Kochshow.
Während sich die Westdeutschen langsam an ein Leben mit sozialer Marktwirtschaft und vielseitiger Nahrungsmittelauswahl gewöhnen durften, war das Leben im Osten stets von der sozialistischen Planwirtschaft und von Versorgungsengpässen geprägt. Wie die beiden Fernsehköche mit den jeweiligen gesellschaftlichen Gegebenheiten umgingen und was für (teils absurde) Anstrengungen dies vor allem für den Ostkoch bedeutete, zeigt Silvia Becker auf. Sie können das Heft hier als PDF herunterladen.


"Geschichte des Nordwestdeutschen Rundfunks" Band 2

Die Geschichte des Nordwestdeutschen Rundfunks. Band 2 Hsrg. von Hans-Ulrich Wagner

Hans-Ulrich Wagner (Hrsg.): Die Geschichte des Nordwestdeutschen Rundfunks. Band 2. Hamburg: Hoffmann und Campe, 2008. 400 Seiten, Pappband, mit Fotos und Illustrationen, EUR 40,– [D] / EUR 41,20 [A] / sFr. 69,90 [CH]