Erinnerungskultur und digitale Medien

2-336 Hans-Ulrich Wagner
Erinnerungskultur und digitale Medien
[MUK-A2] [DSL-A10] [DE-A10]

Qualifikationsziele
Das Seminar Ib und die Übung vermitteln Sachkenntnisse für die wissenschaftliche Beurteilung von digitalen Angeboten als Agenten der Erinnerungskultur. Sie führen in medienwissenschaftliche Methoden der Angebotsanalyse und in kulturwissenschaftliche Methoden der Gedächtnis- und Erinnerungsforschung ein.


Inhalt
Das Seminar widmet sich den „Digital Memories“ und stellt die Frage nach dem Internet als neuem Medium des Gedächtnisses. Online-Angebote, die im Zusammenhang mit der medialen Erinnerungskultur stehen, sollen analysiert und ihre Rolle als Agenten einer „new memory“ diskutiert werden. Ein thematischer Schwerpunkt wird dabei der Nationalsozialismus und der Holocaust sein, aber auch andere zeithistorische, alltagsgeschichtliche und populärkulturelle Netz-Projekte werden in den Blick genommen. Anhand der konkreten Analyse von ausgewählten Web-Angeboten und des vielfältigen Umgangs damit werden kommunikative Leistungen untersucht.


Vorbereitendes Material

Hein, Dörte (2009): Erinnerungskulturen online. Angebote, Kommunikatoren und Nutzer von Websites zu Nationalsozialismus und Holocaust. Konstanz.

Wirtz, Stephan (2005): Marktanalyse. Deutschsprachige Online- und CD/DVD-Produktionen zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust. Ein Projekt des Fritz Bauer Instituts im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung. Frankfurt am Main. Online verfügbar unter: http://www.fritz-bauer-institut.de/forschung/medienstudie.htm.


Leistungsanforderungen
Regelmäßige und aktive Teilnahme; Übernahme einer Präsentation im Seminar und Mitwirkung in einer Arbeitsgruppe in der Übung; Analyse eines erinnerungskulturellen Web-Projektes in einer schriftlichen Hausarbeit.