On, Archives! A Conference on Media, Theater and History
Vortrag am 9. Juli 2010 auf dem Symposium „New Media in a Time of Crisis. Broadcasting in the 1930s”, das Teil der Konferenz ist.
Das Wisconsin Center for Film and Theater Research an der University of Wisconsin-Madison feierte seinen 50. Geburtstag mit einer internationalen Konferenz. Vom 6. bis 9. Juli 2010 kamen insgesamt 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, um miteinander mediengeschichtliche Forschungsthemen zu diskutieren. Teil dieser Konferenz war auch ein Symposium, das sich speziell dem Rundfunk in den 1930er Jahren widmete. Hans-Ulrich Wagner stellte dabei Ergebnisse der Forschungsstelle über die Norag und den Reichssender Hamburg vor – sein Titel: „The promotion of „Volk“, „Heimat“ and „Nation“ in the literary programme offers by the „Norag“ and the „Reichssender Hamburg“ in the 1930s“.
Ausführliche Informationen finden Sie hier zur Konferenz und zum Symposium.
Himmel auf Zeit. Die 20er Jahre in Hamburg
Die Forschungsstelle ist Kooperationspartner des dreimonatigen 20er-Jahre-Festivals und des Buchprojektes
Seit 29. März 2010 wird in Hamburg und Umgebung Kulturfrühling gefeiert. Rund 30 Institutionen bieten unter dem Titel „Himmel auf Zeit – die 20er Jahre in Hamburg“ bis Juli 2010 mehr als 80 Veranstaltungen an. Die Forschungsstelle ist beteiligt als Kooperationspartner der Ausstellung „Heimat – Hafen – Konzert“ über acht Jahrzehnte der Radio-Legende ‚Hamburger Hafenkonzert’ im Internationalen Maritimen Museum sowie am 10. Juni 2010 mit der öffentlichen Veranstaltung „Hallo, hallo! Hier Radio!“ – Ein neues Medium verschafft sich Gehör: Der Rundfunk in Hamburg“. Ausführliche Informationen zum Festival „Himmel auf Zeit“ und zu dem Programm finden Sie hier.
Zeitgleich ist im Wachholtz Verlag Neumünster ein 420-seitiger, mit vielen Abbildungen ausgestatteter Katalogband erschienen. Dirk Hempel und Friederike Weimar, die Herausgeber des Bandes und Leiter des Festivals, versammeln darin 17 Aufsätze zu den unterschiedlichen Themenfeldern der Kultur der 20er Jahre in Hamburg, darunter Musik, Theater, Literatur, Kino, Architektur, Photographie und Tanz. Wencke Stegemann und Hans-Ulrich Wagner berichten über den Rundfunk, über die Anfangsjahre der Norag, der Nordischen Rundfunk AG.
Schlechtwetter um bessere Aussichten?
Die Einführung der Wetterkarte vor 50 Jahren sorgte für Kontroversen
Nicht nur eitel Sonnenschein herrschte am 1. März 1960, als die neue animierte Wetterkarte der ARD zum ersten Mal über die bundesdeutschen Bildschirme ging. Die Karte ersetzte den ‚handgemachten’ Wetterbericht der Hamburger Meteorologen, die seit 1952 mit Kohlestift und großen Gesten dem deutschen Fernsehpublikum das Wetter erklärt hatten. Doch nicht nur der Verlust des ‚Human-Touch’ sorgte bei den Zuschauern in den 60er Jahren für Entrüstung. Auch in politischer Hinsicht brachte die neue Aufmachung des Wetters Zündstoff mit sich. Lesen Sie hier mehr über den umstrittenen Neubeginn im Wetter-Fernsehen.
„Von der Rechtlichkeit und Sauberkeit des Verfahrens überzeugen“
Die Berichterstattung des NWDR über den Nürnberger Prozess
„Hallo Nordwestdeutscher Rundfunk, hier spricht Andreas Günther aus dem Justizpalast in Nürnberg.“ Diese Worte leiteten ab dem 11. Mai 1946 den bis zu drei Mal täglich gesendeten „Bericht aus Nürnberg“ des NWDR an seine Hörer ein. Durch eine objektive und distanzierte Berichterstattung sollten die Berichte die deutsche Bevölkerung zur Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen bewegen. Eine alles andere als einfache Aufgabe jedoch für die Rundfunkjournalisten im ersten Nachkriegsjahr – wie der Artikel von Florian Bayer anhand zeitgenössischer Dokumente und Hörerbriefe sowie mit einem Hörbeispiel aufzeigt.
Vom Wellendetektiv verfolgt und an den Funkpranger gestellt.
Nordwestdeutsches Heft zur Rundfunkgeschichte erzählt Geschichte des Schwarzhörens.
In den 1920er Jahren stellte man sie an den „Funkpranger“, in den 50ern sollte der Wellendetektiv sie aufspüren, es gab Geldbußen, Gefängnisstrafen – und facettenreiche Versuche der geschickten Überzeugungsarbeit: Seit der Rundfunk 1923 auf Sendung ging, gibt es die Schwarzhörer – Menschen, die Angebote der gebührenfinanzierten Sender nutzen, ohne dafür selbst einen Beitrag zu leisten. Die Geschichte des Schwarzhörens und die bunten, ideenreichen, mitunter harschen, dann wieder gewitzten Methoden, ihm von Seiten der Sender beizukommen, erzählt Janina Fuge im jetzt erschienenen Nordwestdeutschen Heft zur Rundfunkgeschichte mit dem Titel „An den Funkpranger gestellt und mit dem Wellendetektiv gejagt: Die Schwarzhörer als Konstante der Rundfunkgeschichte.“ Sie können das Heft hier als PDF herunterladen.