„Rettet das Radio!“ Chancen des akustischen Mediums in der Gegenwart

52-352 „Rettet das Radio!“ Chancen des akustischen Mediums in der Gegenwart

Qualifikationsziele

Ziel des Seminars ist es, unterschiedliche Informationsquellen sowie medien- und kommunikationswissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema Radio kennen zu lernen und diese kompetent nutzen zu können. Durch die Seminardiskussionen und die Übernahme eines Referats soll ein begriffliches Instrumentarium erworben werden, das eine kritische Analyse der sich wandelnden Hörfunklandschaft erlaubt. In der zum Seminar gehörenden Übung werden diese Kenntnisse an ausgewählten Recherchefällen erprobt und die jeweilige Projektarbeit in einer kleinen Präsentation vorgestellt. Eine schriftliche Hausarbeit zu einem der behandelten Themenpunkte ist anzufertigen.

Inhalt

In Deutschland ringen zahlreiche öffentlich-rechtliche, privat-kommerzielle und nicht-kommerzielle Hörfunkprogramme um die Gunst des Publikums. Auf diese Angebotfülle verteilt sich eine Hördauer von durchschnittlich mehr als drei Stunden pro Tag. Diese Zahl dokumentiert, dass das Radio in erster Linie große Flächen des Tages begleitet und durchhörbare Programme den Hörfunk zu einem Nebenbeimedium par excellence machen. Doch daneben gibt es auch eine kulturelle Vielfalt, die in den gerade in den letzten Jahren mehrfach reformierten „Kulturradios“ zu Wort kommen soll, ein Informationsangebot, das eine wichtige Rolle für die öffentliche Meinungsbildung spielen sowie special-interest-Programme, die besonderen Interessen der Hörer dienen soll.

Ausgehend von der aktuellen Situation der Radiolandschaft in Deutschland und den periodisch wiederkehrenden Debatten um die spezifischen Leistungen des akustischen Mediums heute (der Seminartitel zitiert die Schlagzeile des „Zeit“-Dossiers vom Februar 2005) diskutiert das Seminar die Chancen für Programmformen, Anmutungen, Übertragungswege und Publika des Radios.

Methodik

Das Seminar und die Übung setzen auf die Einarbeitung in wissenschaftliche Forschungsdiskussionen und aktuell geführte öffentliche Debatten. Die einzelnen „Codes“ der unterschiedlichen Texte und Quelle – etwa sozialwissenschaftlich-empirische, medientheoretische, programmkonzeptionelle – sind zu verstehen und kritisch miteinander in Beziehung zu setzen.

Literatur

  • Eine Literaturliste wird zu Beginn des Semesters in Stine eingestellt.
  • Eine aktuelle Bestandsaufnahme bietet der Ende 2008 erschienene groß angelegte „Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung“ sowie als Teil 2 dazu das wissenschaftliche Gutachten des Hans-Bredow-Instituts; online hier.
  • Für den Einstieg geeignet: Stefan Brünjes und Ulrich Wenger: Radio-Report. Programme, Profile, Perspektiven. Lizenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung 1998