Leitartikel

Projektergebnisse: Jugendmedienschutz aus Sicht der Eltern

Drei Viertel aller Eltern, deren Kinder das Internet nutzen, machen sich Sorgen über deren Mediennutzung. Ebenso viele beurteilen die bestehenden Jugendschutz-Maßnahmen als zu lasch. Dies ergab die Studie „Jugendmedienschutz aus Sicht der Eltern“ des ZDF und des Hans-Bredow-Instituts, die am 1. Dezember in Mainz auf der Tagung "Quo vadis Jugendmedienschutz?" vorgestellt wurde.

Die größte Gefahr für ihre Kinder sehen die Eltern in Bezug auf das Internet. Über 80 Prozent der Eltern von Kindern zwischen 12 und 15 Jahren machen sich Sorgen wegen der Internetnutzung, viele von ihnen sind sehr besorgt. Befürchtet werden vor allem Risiken wie Gewalt, vulgäre Sprache sowie verstörende oder beängstigende Inhalte, aber auch Datenmissbrauch, versteckte Kosten, Aufforderungen zu Handlungen, deren Konsequenzen das Kind noch nicht absehen kann, sexuelle Belästigung und Pornografie. Die angesprochenen Sorgen beruhen auch auf tatsächlichen Erfahrungen: Gut die Hälfte der Eltern gibt an, dass ihr Kind aus ihrer Sicht bereits mit mindestens einem der genannten Bereiche unangenehme Erfahrungen gemacht hat.   »»