Aktuelle Projekte
EU-Studie zur Messung der Unabhängigkeit der Medienaufsicht online gestellt
Die Unabhängigkeit von Aufsichtsbehörden lässt sich kaum mathematisch messen, es können aber Indikatoren benannt werden, die Risiken oder gefährliche Konstellationen beschreiben, durch die Einflussnahmen auf die Unparteilichkeit von Medienaufsichtsstellen möglich sind. Diese Indikatoren hat ein im Auftrag der EU-Kommission durchgeführtes Forschungsprojekt unter Leitung des Hans-Bredow-Instituts auf Basis von Daten aus 43 Ländern identifiziert. Mithilfe eines jetzt online gestellten Tests können Regulierungsstellen auf Risiken der Einflussnahme hin überprüft werden. »»
Neues Projekt: Analyse von Broadcast Sound Design in den 60er Jahren
"Sounds like… Geschichte der Radio-Ästhetik", heißt ein neues Projekt der Forschungstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland, das sich mit Radio Sound Design in einer historischen Epoche befasst. Radiosender haben einen „Sound“, sie treten mit einem bestimmten ästhetischen Erscheinungsbild auf, das wiederum von ihrem Publikum entsprechend wahrgenommen wird. In der Konkurrenz im sog. „dualen System“ der bundesrepublikanischen Radiolandschaft spielen die Fragen der Anmutungen und der Erkennbarkeit eine entscheidende Rolle. Doch auch wenn es diesen Kampf der Anbieter in zurückliegenden Perioden der Radiogeschichte noch nicht gab, so bemühten sich schon früh die Programm-Macher, ihr Publikum zu erreichen – nicht nur durch ihren Inhalt, sondern auch durch ihre sonische Performanz. »»
Sicher und kompetent im Internet: Handlungsempfehlungen des Forschungsnetzwerks EU Kids Online veröffentlicht
Der Forschungsverbund EU Kids Online hat Handlungsempfehlungen zum Thema Sicherheit und Risikobewusstsein im Internet veröffentlicht. Auf Grundlage einer repräsentativen Studie zur Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen in 25 europäischen Ländern wird deutlich, dass europäische Kinder in immer jüngerem Alter mit der Internetnutzung beginnen und dass die Onlinenutzung zunehmend mobiler wird und sich damit der elterlichen Kontrolle mehr und mehr entzieht. Der jetzt veröffentlichte Bericht gibt Handlungsempfehlungen, wie Kinder auf einen angemessenen und produktiven Umgang mit dem Internet vorbereitet und zugleich vor Risiken wie z.B. Bullying, Pornographie oder dem Kontakt zu Fremden geschützt werden können.
In Deutschland schöpfen Kinder und Jugendlichen in Deutschland die Potenziale des Internets im Vergleich nur gering aus, hebt Prof. Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts, des deutschen Partners im EU Kids Online-Netzwerk, hervor. Bei den Eltern in Deutschland scheint die Verunsicherung im Hinblick auf mögliche Gefahren des Internets besonders groß zu sein. „Vorsicht ist gut, sie sollte aber nicht dazu führen, das Internet überwiegend als Gefahrenquelle anzusehen und Kinder zu hindern, die für den Umgang mit dem Internet erforderlichen Kompetenzen zu erwerben“, erläutert Hasebrink. »»
Gründung des „Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft“ in Berlin
Das von Google geförderte Forschungsinstitut für Internet und Gesellschaft ist am 25. Oktober feierlich in Berlin eröffnet worden. Dort wird auch der Sitz des neuen Instituts sein, das nach dem Wissenschaftler und Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) benannt wurde.
Gründungsgesellschafter des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) sind die Humboldt-Universität zu Berlin (HU), die Universität der Künste Berlin (UdK) sowie das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Das Hamburger Hans-Bredow Institut (HBI) ist integrierter Kooperationspartner. »»
Governance, Regulierung, Innovation und neue soziale Konventionen in veränderten Medienumgebungen
DFG-Kooperationsprojekt zwischen Hans-Bredow-Institut und dem Centre of Excellence for Creative Industries and Innovation (CCI) in Brisbane
Fortschreitende Veränderungen und Verschiebungen im Medienbereich erfordern ein Überdenken der derzeitigen Medien-Governance und -regulierung. Die Entwicklung von neuen sozialen Konventionen durch Nutzercommunities in besonderen Medienumgebungen, vor allen in neuen und sozialen Medien, müssen in diesen Prozess miteinbezogen werden, und die Medienpolitik muss sich sowohl mit diesen neuen nutzergenerierten Konventionen als auch mit der strukturierenden Macht der technischen Architektur von Hardware- und Software-Konfigurationen, dem Code, auseinandersetzen. »»
"Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums" – neues DFG-Projekt
Durch das Web 2.0 verändert sich das tradierte Verhältnis von Journalismus und Publikum: Neue Formen der Publikumsbeteiligung zu Verschiebungen zwischen den tradierten Rollen des Kommunikators und des Rezipienten bzw. zwischen professioneller und nicht-professioneller Aussagenentstehung. Ziel des neuen, von der DFG geförderten Forschungsprojekts ist es, methodisch vielfältig zu untersuchen, wie der professionelle, redaktionell organisierte Journalismus partizipative Elemente in sein Angebot integriert und welche Erwartungen und Erwartungserwartungen hierbei auf Seiten der Journalisten und des Publikums eine Rolle spielen. Im Mittelpunkt steht damit die Frage, wie journalistisch-professionelle Orientierung und Publikumsbeteiligung wechselseitig aufeinander wirken. Mehr zum Projekt »»
Neues Projekt: Medienerziehung durch Eltern
Medienerziehung ist ein Erziehungsbereich mit wachsender Bedeutung, da Medien den Kinder- und Familienalltag zunehmend durchdringen. Eine gelingende Medienerziehung setzt voraus, dass Eltern neben einer allgemeinen Erziehungskompetenz über eine eigene Medienkompetenz sowie über ausreichendes Wissen zur kindlichen Medienaneignung verfügen. »»
Neues Projekt: Informationsrepertoires der deutschen Bevölkerung
Eine kontinuierliche Beobachtung der Medien- und Meinungsvielfalt in Deutschland setzt nicht nur Untersuchungen auf der Ebene der Medienanbieter und der Medienangebote, sondern auch systematische Bestandsaufnahmen der Informationsrepertoires der deutschen Bevölkerung voraus. Mit Förderung des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages wird das Hans-Bredow-Institut ein Konzept für eine regelmäßig (z.B. »»
Regulierung durch Anreize: Ergebnisse veröffentlicht
Gegenstand des Gutachtens zu den Optionen für eine anreizorientierte Regulierung der Leistungen privater Rundfunkveranstalter im RStV war die Frage, wie Leistungserwartungen und damit verbundene Lasten für private Rundfunkveranstalter so mit Gewährungen verbunden werden können, dass hieraus ein Anreiz für die Veranstalter folgt, die Leistungserwartungen zu erfüllen. »»
Bewegtbildrezeption in konvergierenden Medienumgebungen: Dispositive und Nutzungsmodi
Im Zuge der technischen Medienkonvergenz und der zunehmenden crossmedialen Verbreitung von Bewegtbildinhalten verwischen die Grenzen zwischen bisher relativ klar voneinander unterscheidbaren Medien- und Kommunikationsdiensten. So kann es sein, dass ein und derselbe Inhalt über ganz unterschiedliche Endgeräte, über Bildschirme unterschiedlicher Größe und Qualität und in unterschiedlichen Nutzungskontexten verbreitet und genutzt wird. Aus medien- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive wirft dies die Frage auf, inwiefern die unterschiedlichen Wahrnehmungsanordnungen für die Nutzerinnen und Nutzer tatsächlich einen relevanten Unterschied ausmachen und damit eine spezifische Bedeutung erlangen. ...mehr »»









