Neues Projekt: Mediennutzung von Menschen mit Behinderung

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Gesellschaftliche Teilhabe ist auch für Menschen mit Behinderungen ohne Medien nur schwer denkbar. Doch wie nutzen sie Medien eigentlich, welche Motive und Erwartungen haben sie und welche Hürden bei Zugang und Nutzung von Medien gibt es? Das Hans-Bredow-Institut (Prof. Dr. Uwe Hasebrink / Dr. Sascha Hölig) und die Fakultät für Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund (Jun.-Prof. Ingo Bosse) führen nun eine Studie zur Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen durch, die von den Medienanstalten (DLM) und der Aktion Mensch gefördert wird. Die Ergebnisse sollen Anfang 2017 vorgestellt werden.

Die UN-Behindertenrechtskonventionen (UN-BRK) weist Medien eine Schlüsselstellung bei der Erreichung voller und wirksamer Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft zu. Bisher fehlen jedoch belastbare Daten darüber, wie Menschen mit Behinderung Medien nutzen. Wenn es um den gleichberechtigen Zugang zu Medien geht, wird vor allem die Barrierefreiheit des Medienangebots betrachtet. Die Nutzerperspektive hingegen hat bislang nur eine geringe Rolle gespielt.

Mit der Studie sollen erstmals aussagekräftige Daten zum Mediennutzungsverhalten, den Nutzungsmotiven und -erwartungen von Menschen mit Behinderung sowie Hürden bei Zugang und Nutzung von Medien untersucht werden.

Aus den Forschungsergebnissen und Handlungsempfehlungen sollen sich Perspektiven für die Ausrichtung konkreter Maßnahmen in Richtung eines ungehinderten Zugangs aller Menschen zu Medienangeboten ergeben. Diese Daten können als Grundlage dazu dienen, um Medienangebote weiter auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausrichten zu können.