Hans-Bredow-Institut erhält Zuschlag für EU-Studie
Entwicklung von Indikatoren für die Unabhängigkeit und Effektivität der Regulierungsbehörden im Feld audiovisueller Medien

Das Hans-Bredow-Institut (Leitung), die Katholieke Universiteit Leuven, die Central European University, Cullen International sowie Perspective Associates (Unterauftragnehmer) haben den Zuschlag der Europäischen Kommission zur Durchführung der Studie “Indicators for independence and efficient functioning of audiovisual media services regulatory bodies for the purpose of enforcing the rules in the AVMS Directive” (SMART 2009/0001) erhalten. Das Konsortium wird durch ein Netzwerk von Experten in jedem der 43 von der Studie umfassten Länder unterstützt.
Die Studie besteht aus drei wesentlichen Untersuchungsschritten:
- Einer detaillierten rechtlichen Beschreibung und Analyse der verantwortlichen Regulie-rungsinstanzen im Bereich audiovisueller Mediendienste, wie sie in der Richtlinie für Audiovisuelle Mediendienste der EU definiert sind. Hierzu werden in 43 Ländern die entsprechenden Regulierungsbehörden untersucht, in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und der European Free Trade Association (EFTA) ebenso wie in den Kandidaten- und Bewerberländern. Zum Vergleich wird das Regulierungssystem in den vier Drittstaaten USA, Japan, Singapur und Australien analysiert.
- Einer Analyse der tatsächlichen Umsetzung der rechtlichen Vorgaben für Regulierungsbehörden in den jeweiligen Ländern.
- Der Identifikation von Schlüsselcharakteristika für „unabhängige Regulierungsinstanzen“ im Sinne der EU-Richtlinie für Audiovisuelle Mediendienste.
Insgesamt verfolgt das Projekt das Ziel, Indikatoren zu entwickeln, die eine Messung der Unabhängigkeit von Regulierungsbehörden sowie deren Ausgestaltung im Hinblick auf das Ziel einer effizienten Umsetzung der EU-Vorgaben im Bereich der audiovisuellen Medien erlauben.
Die Studie umfasst einen zeitlichen Rahmen von 13 Monaten und startet im Februar 2010. Auf Seite des Hans-Bredow-Instituts bilden Dr. Wolfgang Schulz, Stephan Dreyer, Regine Sprenger und Jannes Beeskow das Forschungsteam.