DFG-Projekt: Young Scholars' Network on Privacy and Web 2.0

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Das Web 2.0 lebt von der Preisgabe und dem Austausch privater Informationen. Intime Details aus dem Leben der User sind der „Treibstoff“ des Web 2.0. Der Umgang mit privaten Daten stellt jedoch ein Risiko für die Internetnutzer dar, das aufgrund der internationalen Vernetzung immer mehr zu einem globalen Thema wird. Um den internationalen Dialog zum Thema „Privatsphäre und Web 2.0“ zu fördern, finanziert die DFG ein wissenschaftliches Netzwerk von fünfzehn internationalen, renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Zum Netzwerk unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Trepte von der Hamburg Media School gehören auch Dr. Jan-Hinrik Schmidt und Dr. Wiebke Loosen vom Hans-Bredow-Institut sowie als Mentor Institutsdirektor Prof. Dr. Uwe Hasebrink.

Die Privatsphäre im Web 2.0 stellt einen Themenbereich dar, der wegen der Globalität des Internets international bearbeitet werden muss und aufgrund der rasanten Entwicklung des Web 2.0 kurze Kommunikationswege zwischen den Wissenschaftlern braucht. Das DFG-Projekt „Young Scholars´ Network on Privacy and Web 2.0” ermöglicht den direkten wissenschaftlichen Austausch zwischen exzellenten, internationalen Nachwuchsforscherinnen und -forschern. Die fünfzehn Mitglieder des Netzwerkes stammen von der Harvard University, der University of Amsterdam, der Michigan State University, der City University of Hong Kong, der University of Bath, der Universität Hamburg, dem Hans-Bredow-Institut Hamburg, der Universität der Künste Berlin, der Universität Hohenheim, der Universität Mainz und der Universität Duisburg-Essen.

Der Aufbau des Netzwerkes verfolgt drei Ziele. Neben einer systematischen Konzeptualisierung der Methoden und Theorien von Privatsphäre im Internet, soll ein internationaler Vergleich des Umgangs mit Privatsphäre und Selbstoffenbarung im Web 2.0 vorgenommen werden. Darüber hinaus wird die Erstellung einer Forschungsagenda angestrebt, die darlegt, wie die Entwicklungen von Privatsphäre und Selbstoffenbarung im Netz zukünftig wissenschaftlich begleitet werden können. Als Arbeitsergebnis ist eine Befragung in den fünf beteiligten Ländern und ein Herausgeberband geplant, in dem übergreifende theoretische Perspektiven und aggregierte empirische Erkenntnisse publiziert werden.

Neben dem Netzwerk wird derzeit eine Längsschnittstudie zur Privatsphäre des Web 2.0 an der Hamburg Media School / Universität Hamburg unter Leitung von Prof. Dr. Sabine Trepte durchgeführt.