EU-Projekt MIRACLE zu interoperablen Alterskennzeichnungen

Altersbewertungen und -kennzeichen werden in vielen Ländern als Informationsbasis für Anbieter, Händler und Eltern genutzt. Sie sollen über mögliche jugendschutzrelevante Inhalte eines Medienprodukts aufklären oder an die technischen Schutzmaßnahmen anknüpfen. Diese Altersklassifizierungen sind meist für das jeweilige Land oder System gedacht und werden in Form von Alterszahlen, Symbolen oder anderen visuellen Kennzeichen vergeben.

Da Medieninhalte aber zunehmend elektronisch distribuiert und genutzt werden, geraten rein visuelle Kennzeichen an praktische Grenzen. Klassifikationen in elektronischer Form haben sich noch nicht durchgesetzt oder befinden sich in einem frühen Entwicklungsstadium. Das liegt zum einen an der Vielfältigkeit der einzelnen nationalen Klassifizierungssysteme und der begrenzten internationalen Nutzbarkeit landesspezifischer Labels, zum anderen  am Risiko irreversibler Kosten bei der Wahl eines proprietären Ansatzes elektronischer Kennzeichen.

Das von der EU-Kommission kofinanzierte Pilotprojekt MIRACLE (Machine-readable and Interoperable Age Classification Labels in Europe) unter Leitung des Hans-Bredow-Instituts will nun an dem in vielen Ländern bestehenden Klassifikationswissen anknüpfen und mithilfe eines Datenmodells die aus unterschiedlichen Systemen stammenden Alterseinstufungen technisch interoperabel machen.   »»

Aktuelles

Soziale Netzwerke – Was fasziniert uns daran?

SchnappFisch, die Jugendredaktion von TIDE, dem Hamburger Communitysender und Ausbildungskanal, hat sich mit den sozialen Netzwerken im Internet beschäftigt und mit Experten über die Frage gesprochen "welche Netzwerke nutzen wir eigentlich, und was ist daran wichtig für uns?" Das Interview mit Dr. Jan-Hinrik Schmidt, wissenschaftlicher Referent für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation am Hans-Bredow-Institut, findet sich hier   »»

Hans-Bredow-Institut und HIIG richten die IR17 in Berlin aus

Beide Institute von der Association of Internet Researchers als Organisatoren der internationalen Forscherkonferenz ausgewählt / bis zu 500 Wissenschaftler aus allen Bereichen der Internetforschung im Oktober 2016 erwartet

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und das Hans-Bredow-Institut (HBI) werden die  Internet Research 17 Conference im Oktober 2016 in Berlin ausrichten, gab die Association of Internet Researchers (AoIR) bekannt.„Die IR ist eine der spannendsten, angesehensten und traditionsreichsten Konferenzen, die Internet-Themen interdisziplinär diskutiert“, erklärt  Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Direktor des HBI und des HIIG. “Es ist eine besondere Auszeichnung für unsere Institute, die Forschungs-Community der Association of Internet Research zu Gast zu haben.“ Die AoIR ist die weltgrößte und zugleich älteste Vereinigung für Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen, die das Internet und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft systematisch erforschen.   »»

Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ZDF-Staatsvertrag

Für Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Direktor des Hans-Bredow-Instituts, haben die Karlsruher Richter ein gutes Urteil zum ZDF-Staatsvertrag gefällt. Er hat die Klägerseite, also die Länder Rheinland-Pfalz und Hamburg, in Karlsruhe vertreten. Mit dem Urteil sind wir der Rundfunkfreiheit ein Stück näher gekommen, sagte Schulz am 29. März im Gespräch mit Nordwestradio Moderator Jörn Albrecht.   »»

Social Media-Daten in der Forschung

Nele Heise im Interview bei DRadio Wissen zum Umgang mit Big Data

Unter welchen Bedingungen Wissenschaftler Daten von Facebook oder Twitter nutzen dürfen, ist bislang nicht verbindlich geregelt. Nele Heise, Wissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut, erläutert im Gespräch auf DRadio Wissen, welche besondere Verantwortung der Forschung sie beim Umgang mit Big Data sieht und welche ethischen Fragen hier eine Rolle spielen. Zum Beitrag auf DRadio Wissen   »»

Vorschulkinder (2-5 Jahre) und Eltern für Interviews zur mobilen Gerätenutzung gesucht!

Im Rahmen des vom BMFSFJ geförderten Projekts „Jugendmedienschutz und Medienerziehung in digitalen Medienumgebungen“ führt das Hans-Bredow-Institut eine qualitative Studie zum Thema „Mobile Internetnutzung im Alltag von Kindern und Jugendlichen“ durch. Im Zentrum steht die Frage, welche Bedeutung das mobile Internet im Alltag von Kindern und Jugendlichen einnimmt und wie Kinder, aber auch Eltern, Lehrer und andere Pädagogen damit umgehen. Dabei steht der Gebrauch von Smartphones und Tablets im Vordergrund. Da mobile Endgeräte bereits von Vorschulkindern bedient werden können, möchten wir im Zeitraum 14.-30. April erstmals auch Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren beim Umgang mit Smartphones und Tablets beobachten und mit einem Elternteil über die Nutzung mobiler Geräte durch Ihre Kinder sprechen.   »»

Veranstaltungen

Tipp: Kräftemessen – zwischen Freiheit und Kontrolle

Veranstaltung in der Reihe "Digitaler Salon" des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) und der NETZ.REPORTER von DRadio Wissen, am 30. April 2014 ab 18:30 Uhr, Unter den Linden Ecke Bebelplatz, Berlin   »»

Tipp: "Internet-Nicht-Nutzung" auf der Re:publica 14

Session mit 5 Internetforscherinnen, darunter Nele Heise und PD Dr. Wiebke Loosen vom Hans-Bredow-Institut, unter dem Titel “'Into the Wild? Nicht mit mir!' – Warum Menschen das Netz (oder Teile davon) nicht nutzen", 6.-8. Mai 2014 (genaueres Datum + Uhrzeit folgen), in der STATION-Berlin in Berlin-Kreuzberg, Luckenwalder Str. 4–6, 10963 Berlin, mehr auf der Seite der re:publica   »»

Wie informiert sich die Gesellschaft? Aktuelle Befunde und Perspektiven

5. Hamburger Mediensymposium, veranstaltet vom Hans-Bredow-Institut, der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg, am Mittwoch, dem 11. Juni 2014, ab 13.30 Uhr in der Handelskammer Hamburg   »»

Publikationen

Erscheint Ende April: M&K 2/2014

mit einem Editorial und Statistik zur Redaktionsarbeit sowie Artikeln zur medialen Selbstinszenierung der Bundeswehr gegenüber Jugendlichen, zur Wirkung von Medienbeiträgen mit Emotionalisierungspotenzial auf Emotionen, politische Partizipationsabsichten und weiterführende Informationssuche, mit einer Untersuchung zur außerschulischen Medienkompetenzarbeit und mit bibliometrischen Befunden zur kommunikationswissenschaftlichen Fachgeschichte. ...Inhaltsverzeichnis

Tipp: Journalismus und (sein) Publikum

Der Band, hrsg. von Wiebke Loosen und Marco Dohle, bietet Analysen an der Schnittstelle zwischen Journalismusforschung und Rezeptions- und Wirkungsforschung, Studien zu den gewandelten Kommunikationsverhältnissen im Online-Zeitalter und einen Ausblick auf neue Forschungsfelder in der Kommunikationswissenschaft ...Verlagsinfos
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Erschienen: Heft 1/2014 M&K

erstmalig mit einer Übersicht über aktuelle Dissertationen im Fach sowie mit Artikeln zum Phänomen der Themenverdrossenheit, zum Vergleich von nachrichtenjournalistischen Online- und Offline-Angeboten, zur Qualität der Fernsehberichterstattung über internationale Krisen und Konflikte, zur medialen Geschlechterkonstruktion online und möglichen Ursachen sowie in der Reihe „Klassiker der Kommunikations- und Medienwissenschaft heute“ mit einem Artikel zu Pierre Bourdieu. ...Inhaltsverzeichnis

The Independence of the Media and its Regulatory Agencies

Shedding New Light on Formal and Actual Independence against the National Context; edited by Wolfgang Schulz and Peggy Valcke and Kristina Irion   »»

Publikumsinklusion bei einem ARD-Polittalk

In der Reihe Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts ist jetzt als Nr. 28 der Band "Publikumsinklusion bei einem ARD-Polittalk. Zusammenfassender Fallstudienbericht aus dem DFG-Projekt „Die (Wieder-)Ent­deckung des Publikums“ von Wiebke Loosen, Jan-Hinrik Schmidt, Nele Heise und Julius Reimer zum Download (pdf) erschienen.   »»

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