Projektergebnisse: Jugendmedienschutz aus Sicht der Eltern

Drei Viertel aller Eltern, deren Kinder das Internet nutzen, machen sich Sorgen über deren Mediennutzung. Ebenso viele beurteilen die bestehenden Jugendschutz-Maßnahmen als zu lasch. Dies ergab die Studie „Jugendmedienschutz aus Sicht der Eltern“ des ZDF und des Hans-Bredow-Instituts, die am 1. Dezember in Mainz auf der Tagung "Quo vadis Jugendmedienschutz?" vorgestellt wurde.

Die größte Gefahr für ihre Kinder sehen die Eltern in Bezug auf das Internet. Über 80 Prozent der Eltern von Kindern zwischen 12 und 15 Jahren machen sich Sorgen wegen der Internetnutzung, viele von ihnen sind sehr besorgt. Befürchtet werden vor allem Risiken wie Gewalt, vulgäre Sprache sowie verstörende oder beängstigende Inhalte, aber auch Datenmissbrauch, versteckte Kosten, Aufforderungen zu Handlungen, deren Konsequenzen das Kind noch nicht absehen kann, sexuelle Belästigung und Pornografie. Die angesprochenen Sorgen beruhen auch auf tatsächlichen Erfahrungen: Gut die Hälfte der Eltern gibt an, dass ihr Kind aus ihrer Sicht bereits mit mindestens einem der genannten Bereiche unangenehme Erfahrungen gemacht hat.   »»

Aktuelles

„NDR Geschichte(n)“: Rundfunkgeschichte in einem Onlineprojekt lebendig und modern erzählt

Der NDR macht seine Geschichte im Internet lebendig. Gemeinsam mit der Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland am Hans-Bredow-Institut stellt der Sender seine historische Entwicklung online. Auf diese Weise bietet sich Hörern, Zuschauern und Nutzern ein profunder Einblick in die Entwicklung des Rundfunks von den Anfängen des NDR Vorläufers NORAG in den 1920er Jahren bis in jüngste Zeit.   »»

EU-Studie zur Messung der Unabhängigkeit der Medienaufsicht online gestellt

Die Unabhängigkeit von Aufsichtsbehörden lässt sich kaum mathematisch messen, es können aber Indikatoren benannt werden, die Risiken oder gefährliche Konstellationen beschreiben, durch die Einflussnahmen auf die Unparteilichkeit von Medienaufsichtsstellen möglich sind. Diese Indikatoren hat ein im Auftrag der EU-Kommission durchgeführtes Forschungsprojekt unter Leitung des Hans-Bredow-Instituts auf Basis von Daten aus 43 Ländern identifiziert. Mithilfe eines jetzt online gestellten Tests können Regulierungsstellen auf Risiken der Einflussnahme hin überprüft werden.   »»

"Die Mediennutzungsforschung wird vernachlässigt, dabei war sie noch nie so wichtig wie heute"

Vortrag von Prof. Dr. Uwe Hasebrink zur "Mediennutzung in konvergierenden Medienumgebungen"

Am Montag, den 7.11.2011, fanden in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien die Hedy-Lamarr-Lectures 2011 ihren Abschluss. Der letzte Teil der von der Telekom Austria, der ÖAK und dem Medienhaus Wien initiierten Vortragsreihe beschäftigte sich mit der zukünftigen Verwendung von Medien. Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts, widmete sich in seinem Vortrag der Frage, wie Medien in Zukunft genutzt werden und welche Rolle die Rezipienten einnehmen. Er präsentierte seine Erkenntnisse vor allem aus der Perspektive des Mediennutzers, da diese in einem sich stetig wandelnden und dynamischer werdenden Umfeld die wichtigste sei. "Was Menschen in einer konvergierenden Medienumgebung tun, ist nur aus dieser Betrachtungsweise zu erkennen und nicht aus technischer Perspektive." Zur Berichterstattung über den Vortrag ...   »»

Debatte um Fake-Inhalte gehört von Anfang an zu Social Media dazu

Ein Interview mit Dr. Jan-Hinrik Schmidt in Medienmilch.de

Wissenschaft und Web 2.0? Diese Kombination ist für praxisorientierte Social Media Profis immer noch weitgehend Terra incognita. medienmilch.de schlägt Brücken und interviewt Dr. Jan-Hinrik Schmidt, wissenschaftlicher Referent für Digitale Interaktive Medien und Politische Kommunikation am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, zur Neuauflage seines Buches „Das neue Netz".   »»

Neues Projekt: Analyse von Broadcast Sound Design in den 60er Jahren

"Sounds like… Geschichte der Radio-Ästhetik", heißt ein neues Projekt der Forschungstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland, das sich mit Radio Sound Design in einer historischen Epoche befasst. Radiosender haben einen „Sound“, sie treten mit einem bestimmten ästhetischen Erscheinungsbild auf, das wiederum von ihrem Publikum entsprechend wahrgenommen wird. In der Konkurrenz im sog. „dualen System“ der bundesrepublikanischen Radiolandschaft spielen die Fragen der Anmutungen und der Erkennbarkeit eine entscheidende Rolle. Doch auch wenn es diesen Kampf der Anbieter in zurückliegenden Perioden der Radiogeschichte noch nicht gab, so bemühten sich schon früh die Programm-Macher, ihr Publikum zu erreichen – nicht nur durch ihren Inhalt, sondern auch durch ihre sonische Performanz.   »»

Veranstaltungen

Journalismus und (sein) Publikum. Was Journalismusforschung und Rezeptions- und Wirkungsforschung voneinander lernen können

Tagung der Fachgruppen Journalistik/ Journalismusforschung und Rezeptions- und Wirkungsforschung in der DGPuK am 2.-4. Februar 2012 in Hamburg   »»

The Adaptation of Public Service Broadcasting to the Multiplatform Scenario

Workshop zur Präsentation der Ergebnisses des Projekts PSB-Digital (Public Service Rundfunk in digitalen Multiplattform-Szenarien: Akteure und Strategien) am 6. Februar 2012 im Hanse-Office in Brüssel, Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich   »»

Tipp: Medialer Aufbruch – Die innovativen Jahre von Fernsehen und Film in Hamburg 1962-1969

Tagung an der Universität Hamburg am 20./21. Februar 2012, Edmund-Siemers-Allee 1 West, Raum 221, 20146 Hamburg, organisiert von Prof. Dr. Joan Kristin Bleicher, Universität Hamburg, Anja Ellenberger, Dr. Hans-Ulrich Wagner, Forschungsstelle Geschiche des Rundfunks in Norddeutschland, und Lea Wohl, Graduate School Media and Communication (GMaC). Unkostenbeitrag 10,– Euro, für Studierende frei, Anmeldung bis 8.2.2012 erforderlich   »»

Publikationen

Erscheint in Kürze: M&K 1/2012

u. a. mit Artikeln zur Intersektionalität in der Internetforschung, zur Unternehmenskommunikation im Neopragmatismus, zu Nachrichtenfaktoren und der organisationsspezifischen Nachrichtenselektion, zur Frage, ob Mediennutzung sympathisch macht, zu einer Methode zur Darstellung von Aktivitäten institutioneller Einheiten der Kommunikationswissenschaft in Profilen und zur veränderten Vermittlerrolle von Journalisten am Beispiel einer Case Study zu Twitter und den Unruhen in Iran. Inhaltsverzeichnis

Lese-Tipp: Fact-Checking Hungarian Media Law

"Hungarian Media Laws in Europe: An Assessment of the Consistency of Hungary’s Media Laws with European Practices and Norms" heißt eine nun veröffentlichte Studie des Center for Media and Communication Studies (CMCS), einem Forschungszentrum der Central European University (CEU) in Budapest, die unter Mitwirkung von Stephan Dreyer, Hans-Bredow-Institut, als German Country Expert entstanden ist.   »»

Lese-Tipp: Themenheft merz-Wissenschaft zum Thema "Medien und Gesundheitsförderung"

Die Diskussion zum Themenkomplex Medien und Gesundheit steht im Mittelpunkt des Heftes, das unter fachlicher Mitwirkung von Dr. Claudia Lampert entstand.   »»

Lese-Tipp: Keine Bildung ohne Medien! Neue Medien als pädagogische Herausforderung

hrsg. von Rudolf Kammerl, Renate Luca und Sandra Hein, u. a. mit einem Beitrag von Claudia Lampert und Christiane Schwinge, erschienen in der Schriftenreihe der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH)   »»

Lese-Tipp: Blogistan – Politik und Internet im Iran

von Annabelle Sreberny und Gholam Khiabany, mit einem Beitrag zur aktuellen internationalen Lage von Jan-Hinrik Schmidt, erschienen in der Hamburger Edition   »»

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