Nachrichtennutzung über mobile und soziale Medien steigt

Hans-Bredow-Institut veröffentlicht deutsche Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2015“ zur Nachrichtennutzung im internationalen Vergleich

57 Prozent der deutschen Onliner nutzen regelmäßig den Computer, jeder Dritte ein Smartphone und 16 Prozent ein Tablet, um sich über aktuelle Nachrichten auf dem Laufenden zu halten. Jeder Vierte nutzt regelmäßig soziale Netzwerke, um sich über Nachrichtenereignisse zu informieren. Die gründlichere Nachrichtennutzung erfolgt aber noch immer stark über das Fernsehen und die Online-Angebote klassischer Medien. Dies sind Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2015“, dessen Befunde für Deutschland das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung am 16. Juni veröffentlicht hat.

„Im internationalen Vergleich auffällig ist die nach wie vor starke Orientierung der deutschen Onlinenutzer an den klassischen Nachrichtenmedien und vor allem dem Fernsehen“, erläutert Prof. Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts. 82 Prozent schauen mindestens einmal in der Woche Nachrichten im Fernsehen. Die Nutzung von Printmedien hingegen ist in allen Altersgruppen weiter rückläufig.   »»

Aktuelles

Digitale Audiostifte: Rolle und Nutzung in der Familie

Kinder und ihre Eltern für Interviews gesucht!

Seit 2010 sind Audiostifte für Kinder verstärkt auf dem deutschen Markt erhältlich. Diese digitalen Stifte können auf Papier hinterlegte digitale Informationen auslesen und in Audiosignale (z. B. Texte oder Geräusche) umwandeln. Während der Nutzung erfasst der Stift zudem den individuellen Lern- und Kenntnisstand des Kindes und passt die Anforderungen entsprechend an. Das Hans-Bredow-Institut untersucht im Rahmen eines neuen Projekts, wie Kinder und ihre Eltern mit Audiostiften umgehen und inwieweit sich dadurch Veränderungen im Verständnis von (Vor-)Lesen, im Umgang mit Büchern und im Leseverhalten in der Familie erkennen lassen.   »»

Prof. Dr. Anne S. Y. Cheung als Gastwissenschaftlerin am Institut

Anne S. Y. Cheung, Professorin an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hong Kong, ist im Juli als Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut. Ihren durch ein DAAD-Stipendium finanzierten Aufenthalt wird Anne Cheung einem Forschungsprojekt über Big Data und Nutzer-Tracking widmen.   »»

Software soll Journalisten helfen, nutzergenerierte Inhalte zu verarbeiten

Kooperation mit Informatikern im Projekt SCAN

Journalisten sind heute mit einer zunehmenden Menge von Publikumsfeedback, etwa in Foren, Kommentarbereichen und Social Media konfrontiert, und dies öffentlich sichtbar. Die manuelle Bearbeitung dieses Feedbacks erfordert viel Zeit, eine vollautomatische Analyse ist noch teuer und fehleranfällig. Im Rahmen des Kooperationsprojekts mit Prof. Dr. Walid Maalej vom Fachbereich Informatik der Universität Hamburg soll daher ein Softwaresystem entwickelt werden, das Journalisten beim Analysieren, Filtern und Zusammenfassen von nutzergenerierten Inhalten unterstützt.   »»

Big Data & Health Communication

Wearables, die das gesundheitsbezogene Verhalten von Personen aufzeichnen und analysieren, nationale Datenbanken, über die Behandlungsdaten von Patienten erfasst und ausgewertet werden sollen, Analysen von Suchmaschinenabfragen, mit denen Ausbrüche und Verläufe von Epidemien erkannt und vorhergesagt werden können – das Thema Big Data erfährt derzeit eine große Aufmerksamkeit in verschiedenen Gesundheitskontexten und hat neben der Thematisierung in der Medienberichterstattung auch Einzug in den gesellschaftlichen Diskurs und die Forschung zur Gesundheitskommunikation erlangt.   »»

Rundfunkgeschichten von ‚Flucht und Vertreibung‘: Veranstaltungsnachlese

Wie griff das Radio Flucht, Vertreibung und Integration von etwa 12 Millionen Flüchtlingen, Vertriebenen und Umsiedlern nach 1945 in beiden deutschen Staaten auf und wer waren die Autoren und Verantwortlichen von einschlägigen Rundfunkprogrammangeboten? Zu diesen Themen gibt es bisher so gut wie keine Grundlagenforschung. Die Entwicklung von Forschungsprojekten und methodische Fragen standen daher im Mittelpunkt des Workshops „Rundfunkgeschichten von ‚Flucht und Vertreibung‘“, auf dem am 18./19. Juni 2015 in Frankfurt Wissenschaftler(innen) und Archivar(innen) aus den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der ARD zusammentrafen.   »»

Veranstaltungen

Tipp: World Wide Weg

Veranstaltung der Reihe Digitaler Salon des HIIG und DRadio Wissen am 29. Juli 2015 um 19.00 Uhr im ​Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, Auditorium, Geschwister-Scholl-Straße 3, Berlin   »»

Publikationen

Download: Stellungnahme zum JMStV-Entwurf der Länder vom 15. Mai 2015

"Achtzehnter Staatsvertrag zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge“ - Stellungnahme zum JMStV-Entwurf der Länder vom 15. Mai 2015, von Stephan Dreyer und Wolfgang Schulz. Hamburg, 8. Juli 2015. Zum Download

Zum Download: Monitorbericht 2/2015 "Aufwachsen mit digitalen Medien"

Leitartikel "Zwischen Identitäts-Management und Selbstoffenbarung: Kinder und Live-Streaming-Apps", zum Download

Jahresbericht 2014/2015 erschienen

Der neu gestaltete Jahresbericht des Instituts informiert über die Forschungsprogramme, Kompetenzbereiche, Kooperationen und Transferaktivitäten des Instituts im Forschungsjahr 2014/2015. Zum Download [pdf, 4 MB]   »»

M&K Call for Papers

zum Thema „Konstruktivismus in der KW", Gastherausgeber/in: Uwe Hasebrink, Andreas Hepp, Wiebke Loosen & Jo Reichertz; Extended Abstract bis zum 1. September 2015 erbeten; Call als pdf   »»

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